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Über mich

Das ich heute als Achtsamkeitscoach und systemische Beraterin Unternehmerinnen und Unternehmer darin unterstütze, ihre Selbstfürsorge ernst zu nehmen, sich um ihre Gesundheit und insbesondere ihr mentales Wohlbefinden zu kümmern, um ein erfülltes, glückliches Leben mit guten Beziehungen zu genießen, ist kein Zufall, kein Ergebnis eines Berufswahltests, sondern beruht insbesondere auf persönlichen Erfahrungen. Meine Familie ist geprägt vom Unternehmertum, vom Arzt bis zum Dipl.Ing. Elektrotechnik.

Selbst in einem Unternehmerhaushalt aufzuwachsen, hat mich bis tief in mein Nervensystem und in meiner Haltung geprägt.

Heute, nach meinem Studium, jahrelangen, fundierten Weiterbildungen, Berufserfahrung und persönlicher Entwicklungsarbeit, weiß ich, mein Nervensystem lernte früh: es gibt keine echte Sicherheit. Doch sie ist die Basis für Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden, gelingende Beziehungen und vieles mehr.

Als Kind von Unternehmereltern spürte ich schnell, dass es wichtig war, mich gut anzupassen. Es wurde viel gearbeitet, auch am Wochenende mussten gewisse Dinge erledigt werden und phasenweise im Jahr bedeutete es auch, dass bis weit in die Nacht gearbeitet wurde. Urlaub gab es zu den Zeiten im Jahr, an denen es möglich war, meist im Winter. Vermisst habe ich diesen kaum, hatte ich doch das Privileg, ländlich aufzuwachsen, in den 80ern bedeutete das immer auch ein wenig „Ronja Räubertochter“ zu sein. Als sensibles, verträumtes und neugierig hinterfragendes Kind, ging mir vieles zu schnell im Alltag. Alles musste passen, es galt, keine Zeit zu vertrödeln, um die Abläufe nicht durcheinander zu bringen. Für mich eine echte Herausforderung, hatte ich doch den Wunsch, Dinge in Ruhe und langsam zu erledigen und erleben. Ich beobachtete gerne (insbesondere in der Natur), fühlte viel und versuchte dennoch, den äußeren Gegebenheiten und Ansprüchen gerecht zu werden. Früh konnte ich fühlen, wenn der Druck, der auf meinen Eltern lastete, größer wurde. Ich erinnere mich bis in jedes Detail an die Gespräche mit den Banken, im elterlichen Wohnzimmer und die Anspannung, die in der Luft lag. Viel stand auf dem Spiel, wenn nicht sogar alles.

Wie also mit dieser inneren Diskrepanz umgehen? Die eigenen Bedürfnisse immer wieder zu unterdrücken, ein stetiges Gefühl von innerer Unsicherheit und teilweise auch Einsamkeit zu erleben und auch die Überforderung der Eltern zu spüren? Als Kind sucht man sich sehr fantasievolle Möglichkeiten, um die notwendige innere Harmonie herzustellen, denn ausziehen ist außerhalb der „Ronja Räubertochter Fantasien“ keine echte Option. Kinder bauen sich ihre Welt (unbewusst) so, wie sie sie brauchen, um sich sicher zu fühlen. Die Psyche hat dafür ihre Mechanismen, welche dann oft unbemerkt mit ins Erwachsenenalter übernommen werden, wo sie nicht selten unbewusst in uns schlummern, uns helfen aber auch zu großen Problemen führen können.

Ich hatte meine „Inseln“ der Erholung, des Durchatmens, des „so sein, wie ich bin“. Meine Eltern waren dankbar, dass ich in besonders stressigen Zeiten, bei den Nachbarn Unterschlupf fand. Dort gab es einen „verwunschenen Garten“, in dem ich atmen konnte. Bunt, weich, liebevoll, lebendig, lachend, singend (Und die Butterkekse schmeckten dort natürlich am besten!)

Natur und Tiere boten mir zuverlässig die Möglichkeit, mich zurückzuziehen und mich zu spüren. Viel Bewegung tat gut, so galoppierte ich die ersten zwanzig Jahre meines Lebens regelmäßig mit einem großen Gefühl von Freiheit und Verbundenheit über Wald und Wiesen. In unruhigen oder konfliktgeladenen Zeiten fand man mich im Stall. Die Nähe der Tiere und die körperliche Arbeit halfen mir, „runter zu kommen“, innerlich  ruhig und zufrieden zu werden.

Die Schulzeit eher etwas, was es zu überleben galt, sich mit wenig Aufwand (denn in der Freizeit stand das Training und die Turniere nicht selten im Vordergrund) durchkämpfen, sodass „es reicht“, um danach eine solide Ausbildung zu absolvieren. (Ich erinnere mich an eine Lehrerin, die mich als „arrogante Unternehmerstochter“ ansprach, war ich doch eher ruhig und unsicher. Welch Fehlinterpretation einer Fachkraft für Kinder).

Trotz all der großen Herausforderungen, war da jedoch auch immer dieser unbändige Stolz. Ich mochte es, an den langen Tagen im Jahr, mit meiner Mutter die Verpflegung für die Mitarbeitenden mit vorzubereiten, die nicht selten eine späte Schicht einlegten, damit die Ware am Sonntagabend noch auf den Weg quer durchs Land gebracht werden konnte.

Stolz bin ich bis heute auf die fleißigen, mutigen Menschen in meiner Familie, die den riskanten und arbeitsreichen Weg in die Selbständigkeit gewagt haben. Die aber auch viel zu oft über ihre eigenen körperlichen und mentalen Kräfte hinausgingen und ihre Selbstfürsorge vernachlässigten. Denn Selbständigkeit bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und oft auch „allein im Regen zu stehen“. Unternehmertum bedeutet für mich jedoch auch sehr viel Freiheit und eine gesunde Portion der Unangepasstheit und Flexibilität. Es gilt oft, kreative Lösungen zu finden, für die es augenscheinlich keine Lösungen gibt. Denn eine andere Option hat man nicht.

Nach dem Abschluss am Wirtschaftsgymnasium absolvierte ich eine Ausbildung zur Kauffrau in einem traditionsreichen, kleinen Familienunternehmen. Ich fühlte mich dort wohl, mochte es einfach, gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten. Jedoch begann ich in dieser Zeit sehr, Dinge zu hinterfragen. Insbesondere das Verhalten von Menschen. Immer mit dem Gedanken „warum verhalten sich Menschen so, wie sie es tun, wenn es doch oft nicht mal zuträglich ist für einen wirtschaftlichen Erfolg?“ Was treibt uns an? Ich wusste, diesem Wissensdrang musste ich folgen. Psychologische und soziologische Fragestellungen wurden zu meinem Element.

Das soziale Studium begeisterte mich ehrlicherweise nur sehr begrenzt, dennoch zog ich es bis zum Abschluss durch. Wusste ich doch, dass ich meinen eigenen Weg finden muss. Und ich wollte mir die Sicherheit erarbeiten, die mir in meiner Kindheit vermeintlich gefehlt hatte. So landete ich direkt nach dem Studium im öffentlichen Dienst. Und bekam in verschiedenen Jobs immer wieder körperliche Symptome, es ging mir gar nicht gut in diesem Umfeld. Mein Körper zeigte mir ein klares „Nein! Das ist nicht deins!“.

Meine frühere Stärke, die große Fähigkeit der Anpassung und Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse, wurden für mich zu einem echten Problem. Auch der berufliche Wechsel in einen großen Wirtschaftsverband, halfen nicht weiter. Ich überforderte mich maßlos (trug mein Nervensystem doch noch die alten Belastungen mit) und fühlte mich zunehmend verzweifelt. Als ehemalige Turniersportlerin, kannte ich Training und Aktivität an sieben Tagen in der Woche. Ich wusste jedoch nicht, wie ich wirklich „bei mir“ sein und das Leben genießen konnte. Etwas in mir fühlte sich „abgeschnitten“, ohnmächtig, erschöpft und taub an, so konnte es nicht weitergehen.

Glücklicherweise hatte ich bereits parallel zu meinem Job die zweijährige Ausbildung zur systemischen Beraterin begonnen, hier war ich in meinem Element, konnte meine Talente entwickeln und fühlte die Bestätigung, dass dies „meins“ war. Durch meine tiefe Erschöpfung zu dieser Zeit, fand ich den Weg in die Achtsamkeit. Und absolvierte direkt die umfangreiche Ausbildung zur „Trainerin für Achtsamkeit und Stressbewältigung“. Einige Zeit später stellte ich jedoch fest: dies ist eine Sackgasse für mich! Die gängige Praxis der Achtsamkeit und Meditation funktionierte für mich nicht. Noch heute hörte ich meinen damaligen Hausarzt kritisch kommentieren: „Achtsamkeit funktioniert bei uns im Westen nicht.“  Da war er wieder, mein Wissensdurst, mein Ehrgeiz, mein „das kann es doch so noch nicht sein!“. Ich begab mich auf die Suche nach Ursachen. Warum kann ich nicht meditieren? Heute weiß ich: es hat etwas mit meiner früh ausgebildeten Fähigkeit zur Dissoziation zu tun (bedeutet salopp gesagt, sich als Kind „wegzuträumen“, gedanklich abzudriften in Überforderungssituationen.

Mein „Wofür“

Nach vielen Jahren der Aus- und Weiterbildung, aber insbesondere meiner persönlich motivierten Auseinandersetzung mit dem autonomen Nervensystem, der Traumatherapie und körperorientierten Verfahren, habe ich eine Herangehensweise gefunden, wirklich in Kontakt mit mir zu sein. Immer in Anlehnung an die großen Ressourcen der Achtsamkeit und der kompetenzorientierten, systemischen Haltung.

Nachdem ich zu meinen Wurzeln zurückkehrte und selbst Unternehmerin wurde, gebe ich mein Wissen und meine persönliche Erfahrung heute mit großer Leidenschaft an meine Klientinnen und Klienten weiter.

Mein „Wofür“ im Job ist es, Unternehmerinnen und Unternehmer zu unterstützen, die ihre Werte, ihre wertschätzende und wohlwollende Haltung nicht „an den Nagel hängen“ und dennoch erfolgreich und erfüllt leben möchten. Gerade in der heutigen Zeit möchte ich einen Teil dazu beitragen, dass Menschen, die ein erfolgreiches Unternehmen führen und Verantwortung übernehmen, sich nicht zwischen ihren eigenen Werten (Ehrlichkeit, Loyalität, Mitmenschlichkeit u.a.) und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten einer erfolgreichen Unternehmensführung entscheiden müssen. Das geht aus meiner Sicht langfristig nur mit gesunder Selbstfürsorge und tiefer Selbstreflexion.

Da Zeit jedoch die wohl wertvollste Ressource einer Unternehmerin oder eines Unternehmers ist (danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diesen Text zu lesen und mich so ein wenig kennenzulernen), möchte ich genau hier ansetzen. „Den Finger in die Wunde legen“, wo es notwendig und gesund ist, und eine wertschätzende Begleitung anbieten, die eine echte und nachhaltige Unterstützung für positive Veränderungen im Leben meiner Klientinnen und Klienten bietet. Hin zu mehr Energie, innerer Ruhe, Freude, Klarheit und Gelassenheit, um eine gesunde Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg, glücklichen Beziehungen und langfristiger Gesundheit zu finden. Dabei arbeite ich mit einem großen Herzen, Humor, viel Leidenschaft, einer analytischen Vorgehensweise und einer kompetenzorientierten Haltung.

Wofür ich als Coach stehe:

  • Tiefe und Nachhaltigkeit (wissenschaftsbasierte Arbeitsweise, Raum geben, dem Prozess vertrauen)
  • Vertrauen und Loyalität (Schweigepflicht)
  • Qualität und eigene Selbstfürsorge als Coachin (nur begrenzte Anzahl an individuell begleiteten 1:1 Coachingprozessen im Jahr)
  • Humor, Leidenschaft und Herz
  • Konsequent kompetenzorientierte Haltung (du bist der Experte für dich)
  • Wohlwollen und Neugier (Achtsamkeit=Offenheit und Wertschätzung)
  • Analytisch auf den Punkt

Meine wichtigsten Qualifikationen:

Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Kiel

Zweijährige Weiterbildung am Praxisinstitut für systemische Beratung Nord in Hannover

Ausbildungsinhalte:

  • Kommunikationspsychologische Grundlagen
  • Systemische Diagnostik von Familien, Gruppen, Teams und in institutionellen Systemen)
  • Systemische Interventionsmethoden
  • Krisen- und Konfliktinterventionen
  • Einbezug der Mehrgenerationenperspektive in die Arbeit
  • der eigene Standort im Helfersystem
  • Familientherapeutische Selbsterfahrung

Aufbauweiterbildung beim systemischen Zentrum der Wispo AG, Hamburg

Inhalte:

  • Diagnostik gem. ICD 10 Kap.V „psychische und Verhaltensstörungen“
  • Intimitäts- und Konfliktmuster in gegenwärtigen Beziehungen
  • Systemische Therapie im medizinischen Kontext
  • Umgang mit unterschiedlichen Störungsbildern in der systemischen Therapie: Sucht, Depression, Borderline, Persönlichkeitsstörungen, Burn-out, Suizidalität
  • Systemische Paar- und Sexualtherapie
  • Kompetenzentwicklung des Therapeuten

Ausbildungsinhalte:

  • Kognitive Kompetenzen (Reflexion und Transformation stresserzeugender- und verschärfender Kognitionen)
  • Instrumentelle Kompetenzen (Reaktive und präventive Maßnahmen zum Reduzieren oder Ausschalten konkreter und zukünftiger Stressoren)
  • Palliativ-regenerative Kompetenzen: „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“
  • Formale Achtsamkeitsübungen
  • Stressreduktion durch Bewegung
  • Informelle Achtsamkeitspraxis im Alltag
  • Umgang mit schwierigen Situationen und Lebenskrisen
  • Umgang mit schwierigen Gedanken und Emotionen
  • Umgang mit Schmerzen
  • Interventionen zum Aufbau einer „regenerativen Gegenwelt“
  • Achtsame Kommunikation zur Stressminderung im Alltag

Ausbildung bei der „Lebensblüte Heilpraktikerschule GmbH“ in Hannover

Ausbildungsthemen:

  • pychiatrische Krankheitsbilder – z. B. Psychosen, Neurosen & Reaktionsstörungen, Schizophrenie, Erkrankungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • psychische Notfälle
  • Krisenintervention
  • Psychopharmaka: Anwendung & Wirkung
  • Gesetzeskunde
  • Einblicke in verschiedene Therapieverfahren

Gährend meiner dualen Ausbildung im Büro der Baumschule G.D. Böhlje im Ammerland, habe ich das klassische „Rüstzeug“ einer Kauffrau erhalten, wobei ich diese aufgrund meiner am Wirtschaftsgymnasium in Oldenburg erworbenen Vorkenntnisse verkürzen konnte.

Hier sammelte ich als junge Frau wichtige und prägende Erfahrungen, als Teil eines Teams in einem wunderbaren Berufsfeld mit sehr sensibler Ware und zwei sehr stressigen Saisonphasen im Jahr. Was heute wohl im Allgemeinen als „Hands-on-Mentalität“ bezeichnet wird, bedeutete schon damals: vom ersten Tag anpacken, wo man gebraucht wird. Sei es, den Einkauf zu unterstützen, spezielle Kundenwünsche umzusetzen (mit dem Lieferwagen auch mal für eine einzige Pflanze 60 KM zum Lieferanten loszufahren), Springerin zu sein und dem gelegentlich durchaus rauen Umgangston standzuhalten. Dankbar erinnere ich mich an die wunderbaren und herzlichen Kollegen*innen.

Meine Erfahrung und mein Wissen
für eine nachhaltig positive Veränderung in deinem Leben:

Erst wenn wir ein tiefes Verständnis für uns selbst erlangen, können wir einen geeigneten und wirklich gesunden Umgang mit den Anforderungen des Lebens finden – und uns wahrhaft frei und selbstbestimmt fühlen.

Über ein ausgeglichenes „Nervenkostüm“ zu verfügen, hält gesund. Mental und körperlich.

Wie jedoch soll sich ein Nervensystem „entspannen“, wenn es eigentlich gelernt hat, dass permanente Wachsamkeit überlebenswichtig ist?

Du kannst stundenlang meditieren oder deinen Vagusnerv trainieren. Wenn du dich nicht wirklich mit dir, deinen inneren Widerständen, (teilweise übernommenen) Glaubenssätzen und eben mit dir selbst auseinandersetzt, ist es nicht erstaunlich, wenn der Erfolg ausbleibt oder (z.B. nach einem Urlaub oder Retreat) schnell wieder verpufft.